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Khyunglung Ngulkhar
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Khyunglung Ngulkhar

(gespr. Tschunglung Ngulkhar) - „Silber Palast im Garuda Tal“

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Khyunglung Ngulkhar

Der Ethnologe, Bergsteiger und Buchautor Bruno Baumann entdeckte im Jahr 2004 während der Erstbefahrung des Sutley-Canon die Spuren eines vorbuddhistischen Königreiches in Tibet. Hier blühte einst die hochzivilisierte Kultur des Shang-Shung-Königreiches. Diese untergegangene Kultur gab dem tibetischen Buddhismus wesentliche Impulse.
Er stieß auf ein Tal mit heißen Quellen und einer gewaltigen Festung – dem Silber Palast im Garudatal, indem die Shang-Shung-Könige bis zum 7. Jahrhundert residierten.

Wir wählten bewusst diesen Namen, soll er doch ein Appell sein, Bewahrenswertes nicht untergehen zu lassen.
Unser herzlicher Dank gilt Bruno Baumann, der uns neben zahlreichen Informationen auch seine Bilder zur Verfügung gestellt hat. Album

Mit unserer Seite möchten wir für eine der ältesten domestizierten Hunderassen werben, dem

Do Khyi

Man findet auch noch andere Namen, wie Tibet Dogge, Tibet Mastiff, Tibetan Mastif, Tibetaanse Mastiff, Dogue du Tibet. Dies sind landestypische Bezeichnungen für die gleiche Rasse. Übersetzt heißt der Name „angeleinter Hund". Es handelt sich um den großen Berghund und Herdenschutzhund des Himalaya.


Über uns

Wir sind ein Paar, das sich vor vier Jahren beim Besuch der Hundeausstellung in Dortmund und der Klubshow des KTR unbemerkt mit einem Virus infiziert hat. Nach einer einjährigen Inkubationszeit entfaltete das Virus seine volle Wirkung. Leitsymptome sind u.a.:
  • nachlassendes Interesse an Fernreisen mit dem Flugzeug
  • zwanghafter Griff nach einer Hundeleine beim Verlassen der Wohnung
  • exhibitionistische Neigungen, die zu regelmäßigen Besuchen in Ausstellungshallen führen
  • Steuerung biologischer Reproduktionsprozesse beim Hund
Das Virus tritt vor allem in der unmittelbaren Umgebung von Hundehaltern mit ihren Do Khyi auf. Einmal infiziert kommt man um den Erwerb mindestens eines Rassevertreters nicht herum. Wozu dies bei uns führte, kann der Interessierte hier lesen:


Wie kommt Mann auf den Hund?

Nun, man kauft ein Haus und schließt mit seiner Frau die Abmachung, dass es nur ein Haus für Sie gibt, wenn es einen Hund für Ihn gibt – Devise: Bester Freund des Mannes.


Hat es geklappt?

Und wie!! Nach längerer Suche und viel, viel Glück eine Züchterin gefunden!!
Na ja gut, nicht gleich um die Ecke, sondern in Belgien. Da wollt ich immer schon mal hin, warum also nicht zum Hundewelpen gucken.
Nach acht Wochen dann Glück pur, ich habe meinen Rüden Hridayesh bei uns zu Hause. Er scheint sich auch ganz wohl zu fühlen, vollführt allerlei Unfug in Haus und Garten. Sämtliche Hundebetten, Kuschel- und andere Decken erweisen sich als Fehlinvestitionen, wir hätten Hunderte an Euro sparen können. Der Lieblingsplatz ist gefliester Boden.
Auch das Sprichwort „Wie der Herr so's Gescherr“  scheint er zu kennen, denn er entwickelt einen ausgesprochenen Sturkopf – sorry, eine ausgeprägte Selbständigkeitskompetenz. (Muss ja bisschen anspruchsvoll und positiv klingen).


Wie kommt Frau auf den Hund?

Noch an der Welpenkiste beginnt sich der Wunsch bei Ihr zu entwickeln, unbedingt eine blaue Hündin besitzen zu müssen. Und was Frau sich in den Kopf setzt, das geschieht wie zu Hause, so auch im wahren Leben.
Ein Jahr später holen wir die Hündin von gleich um die Ecke  -  oh nein, doch nicht beim Do Khyi. Unsere Bandhura kommt aus der Slowakei.
Seit ihrem ersten gemeinsamen Spaziergang im Schnee auf der Rückfahrt ist Hridayesh seiner Bandhura verfallen. Komisch, wie sich tierische und menschliche Beziehungen ähneln. Beide sind ein Team wie Pech und Schwefel, in guten wie in schlechten Taten. Vor allem beim Aushecken von Streichen ist eine literarische Tendenz zu Wilhelm Busch nicht zu leugnen. Na zumindest okkupiert sie nicht nur seine Lieblingsplätze sofort und ohne Widerspruch zu dulden, nein sie nutzt auch das teure Hundebett – was für ein Glück.

Verhalten unserer Hunde

Während sich Bandhura so verhält, dass man den Eindruck gewinnen kann, sie würde schon gern auf's Wort hören, weiß nur manchmal nicht, wie sie es anstellen soll, ist Hridayesh seiner Auffassung treu geblieben „ Dein Weg zu mir, ist genauso weit wie meiner zu Dir und Du willst ja was“. Wobei sich auch hier Parallelen zum wahren Leben ergeben, er ist zwar der Herr im Haus, doch, er ist auch wesentlich sensibler. Und was passiert entscheidet ohnehin sie.

Einig sind sich beide darin, dass Frauchen gegen jede potenzielle Gefahr verteidigt wird, schon weil sie am Morgen beide Hunde mit Streicheleinheiten weckt, und weil genau das aus der Sicht des Hundes  der perfekte Moment des Tages dafür ist.
Einig sind sie sich weiterhin darin, dass Radfahrer nicht zwingend so dicht an unserem Zaun entlang fahren müssen, dass man sie jedes Mal „bitten“ muss, Distanz zu halten.
Zwei gemeinsame Spaziergänge am Tag entbehren ebenso jeder Diskussion, denn man will ja was fürs Näschen und die Fitness tun.
Beide lieben alle die, die zur Familie gehören, haben aber ein grundsätzlich distanziertes Verhältnis zu Fremden, die immer im Auge behalten werden.

Mehr wollen wir gar nicht zum Verhalten der Hunderasse schildern, es gibt Seiten in ausreichender Anzahl, auf denen vieles zu erfahren ist. Wir haben sie alle gelesen und dennoch lernen wir täglich etwas  dazu, da unsere zwei Hunde zwar der gleichen Rasse zugehörig sind, aber doch sehr unterschiedliche Persönlichkeiten darstellen. Spezielle Merkmale sind auch beim jeweiligen Hund hinterlegt.
Was unsere Hunde sicher nicht gelesen haben, sind sämtliche Abhandlungen zur Hundeerziehung im Welpenalter. Mit ihrer Fähigkeit, Leckerlies zu ignorieren, wenn sie in erpresserischer Absicht offeriert werden, haben sie unterschiedliche Ausbilder zur Verzweiflung gebracht. Nein, wer sich für unsere Rasse entscheidet, benötigt neben Autorität einen langen Atem, Geduld und Sensibilität. Hinter der Respekt einflößenden Fassade verbirgt sich ein feinsinniges Sensibelchen.


„Man kann auch ohne Hund leben – aber es lohnt sich nicht!“

Die Philosophie des Schauspielers Heinz Rühmann hat eine völlig neue Dimension bei uns erreicht. Unmerklich haben sich unsere Hunde zum zentralen Dreh- und Angelpunkt unseres Lebens entwickelt. Die Tages-, Wochen-, und Jahresplanung richtet sich nach Ausstellungsdaten, Hundespaziergängen in Meck-Pom und unzähligen anderen Daten, wie Züchterversammlungen, VDH-Seminaren u.ä..
Und nun, nach drei Jahren häuslichem Do Khyi Intensivkurs haben wir uns entschlossen, mit der Zucht zu beginnen.


Unser Zuchtziel

Mit der Beschäftigung mit dem Do Khyi geht auch die Beschäftigung mit Tibet einher. Vieles ist im Netz zu lesen, auch kontroverses zum Ursprung und der Bedeutung des Do Khyi für die Entwicklung der Hunderassen. Dies besitzt für uns eine nachgeordnete Bedeutung.
Vordergründig sehen wir, dass die Rasse akut bedroht ist. Der Do Khyi gehört zum Kulturgut der Tibeter. Und wie viele andere Kulturgüter auch, sind die chinesischen Okkupanten Tibets bemüht, auch diese Hunderasse zu eliminieren, zumindest aber bis zur Unkenntlichkeit zu verändern. Bildbeispiele für so entstandene millionenteure Plüschtiermutanten sind im Netz zu finden.
Zitat eines Tibet-Reisenden und-Kenners:
"In den letzten Jahren hat sich in China ein schwunghaftes Geschäft mit Do Khyi entwickelt und in diversen Millionenstädten werben industrielle Zuchtbetriebe auf riesigen Plakaten, die  auf Häuserwänden entlang von Haupt-und Einfallstraßen angebracht sind, für ihr "Produkt". Es geht nur um schnellen Profit. Tibet-Hunde sind "In" bei Chinesen, so wie tibetische Folklore und pseudotibetische Musik. Selbstredend, dass damit diese einzigartige Hunderasse auf der Strecke bleibt."

Auch europäische Züchter verstehen sich offenbar als Kreateure von Rassen, die es in Wahrheit bereits gibt. Wir trafen auf Do Khyi mit der Tendenz zum Ovtscharka ebenso wie zum Neufundländer, Alaskan Malamute oder Hovaward. Und selbst wenn man dem Original nahe bleibt, ist zunehmend die Tendenz erkennbar, immer größere, massigere Tiere zu züchten. Wir können uns diese Giganten nur schwerlich in über 5000 Meter Höhe bei der Arbeit vorstellen. Da wir die ersten Do Khyi mit absonderlichen Farben schon auf Hundeausstellungen gesichtet haben, ist es eine Frage der Zeit, wann Sable (wie definiert sich eigendlich die Farbe, die im Standard ergänzt wurde) durch andere skurrile Farben "bereichert" wird.

Wir stellen uns dem entgegen, in dem wir für unseren Kennel als Hauptzuchtziel die Erhaltung des Do Khyi definieren. Leitbild ist dabei zum einen der Standard zum anderen aber auch verfügbares Material über frühe Importe nach Europa. Hier wird man hinsichtlich der Größe, der Proportionen und des Gewichtes fündig. Auch verhaltensbiologische Abrisse sind in diesen Quellen zu finden.
Summarisch führt dies zu unserem Idealbild eines Do Khyi, unabhängig von temporären Modeerscheinungen.
Die Realisierung dieses Zieles wird zunehmend dadurch erschwert, dass die Distanzen zwischen Gleichgesinnten innerhalb Europas sehr groß sind, von vorhandenen Sprachbarrieren ganz abgesehen. Positiv haben wir aber erfahren dürfen, dass sich doch mehr Züchter, als zunächst erwartet werden durften, mit dieser Philosophie einverstanden erklären.

Ob und wie es uns gelingt, das Ziel langfristig realisieren zu können, wird die Zukunft zeigen. Gleichgesinnte sind uns herzlich willkommen, denn nichts ist anregender als der Gedankenaustausch und das gemeinsame Engagement.
Wir möchten niemanden bekehren, allerdings auch nicht bekehrt werden.
 
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